| 18.05.2018, 13:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Professor Walter Herwarth Lechler, ist am 17. Mai 2018 plötzlich und unerwartet verstorben. Er wurde 75 Jahre alt. Erst am Vortag hatte er noch an der Hauptversammlung des Konzerns teilgenommen und die Stimmrechte für die Lechler-Familie ausgeübt. „Die Nachricht vom Tod Professor Lechlers erfüllt uns mit tiefer Trauer“, sagt Klaus Eberhardt, Lechlers Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzender. „Mit ihm verliert ElringKlinger seine väterliche Leitfigur. Für ihn stand immer der Gedanke der unternehmerischen Verantwortung im Vordergrund, wozu ausdrücklich auch die soziale Komponente gehörte. Wir sind in unseren Gedanken bei seiner Ehefrau und seiner Familie.“ Professor Lechler stammt aus einer Stuttgarter Kaufmannsfamilie und war zeit seines Lebens ein Unternehmer. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in den USA und in Köln wurde er 1972 Mitglied des Gesellschafterausschusses der damaligen Elring GmbH. 1989 übernahm er dessen Vorsitz. Dem Aufsichtsrat der ElringKlinger AG und deren Vorgängergesellschaft ZWL Grundbesitz- und Beteiligungs-AG gehörte er ab 1976 an, von 2012 an als dessen Vorsitzender. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat im Mai 2017 wählte ihn das Gremium zu seinem Ehrenvorsitzenden. Einen Monat später ernannte ihn die Evangelische Hochschule Ludwigsburg zum Honorarprofessor. Darüber hinaus war er seit 1976 geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen. „Neben seiner tiefen unternehmerischen Überzeugung und seinem außerordentlichen sozialen Engagement hat mich sein klarer Blick für das Wesentliche beeindruckt“, so der Vorstandsvorsitzende der ElringKlinger AG, Dr. Stefan Wolf. „In seiner ruhigen Art hat er auch in hektischen Zeiten komplexe Fragestellungen besonnen und umsichtig beleuchtet, um eine langfristig überzeugende Lösung herbeizuführen. Damit war er für mich wie für viele andere innerhalb und außerhalb des Unternehmens ein Vorbild. Er wird der ElringKlinger-Familie und auch mir persönlich sehr fehlen.“ Für die ElringKlinger AG bedeute der Tod Walter H. Lechlers zwar einen tiefen Einschnitt, jedoch keine großen Veränderungen. Seinen Nachlass hatte das Familienoberhaupt bereits frühzeitig geregelt. Die Anteile in Höhe von 22 % der ElringKlinger AG, die Walter H. Lechler bislang selbst hielt, fallen der Familienstiftung zu, die nach dem Tod seines Onkels Klaus Lechler gegründet wurde. Damit hält diese Stiftung künftig direkt oder indirekt 52 % der Anteile der ElringKlinger AG. Ziel der Stiftung ist es, die Weiterentwicklung der ElringKlinger AG langfristig zu sichern. Weitere Informationen: www.elringklinger.de |
ElringKlinger AG, Dettingen
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