| 26.04.2019, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der irische Baustoffkonzern Kingspan strebt die Übernahme der Sparten für Weichschaumstoffe und Baudämmstoffe des belgischen Polyurethanschaum-Verarbeiters Recticel an. In einer Pressemitteilung gab Kingspan Mitte des Monats die Unterbreitung eines entsprechenden Angebots bekannt, dessen Eingang von Recticel inzwischen bestätigt wurde. Demnach werden in der Offerte beide Recticel-Sparten mit insgesamt 700 Mio. Euro bewertet. Darüber hinaus informiert Kingspan in der Aussendung über eine exklusive Vereinbarung mit einem nicht näher bezeichneten dritten Unternehmen, die bereits den Weiterverkauf sämtlicher Aktiva der Sparte für Weichschaumstoffe von Recticel vorsieht. Als möglicher Käufer der Recticel-Sparte für Weichschaumstoffe wird in aktuellen Medienberichten das österreichische Branchenunternehmen Greiner genannt, das in diesem Segment mit Recticel bereits im Rahmen des 1992 gegründeten paritätischen Joint Ventures Eurofoam kooperiert. Recticel setzte im Geschäftsjahr 2018 in der Sparte Weichschaumstoffe 621,5 Mio. Euro um und erzielte dabei ein bereinigtes EBITDA von 41,5 Mio. Euro . In der Sparte Dämmstoffe wurde 2018 aus 271,2 Mio. Euro Umsatz ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 44,7 Mio. Euro erzielt. Der Gesamtumsatz des in Brüssel ansässigen Konzerns belief sich im vergangenen Jahr auf 1,448 Mrd. Euro . Außer in den Bereichen Weichschaumstoffe und Baudämmstoffe ist Recticel auch in den Sparten Bettwaren (Marken Schlaraffia, Lattoflex, Sembella, Geltex, Swissflex, Superba u.a.) und Automotive aktiv. Die an den Börsen in Dublin und London notierte Kingspan hat ihre Zentrale in Kingscourt und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Nettogewinn von 336 Mio. Euro und ein EBITDA von 521 Mio. Euro aus Umsätzen in Höhe von 4,372 Mrd. Euro. Weitere Informationen: |
Kingspan, Kingscourt, Irland
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