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13.10.2025, 12:13 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Ems-Grivory: Metallersatz mit Hochleistungswerkstoffen - Kosten- und Gewichtsersparnis bei Automobilen

Die neuen Batterie-Schnellkupplungssysteme für E-Fahrzeuge aus EMS Hochleistungskunststoff "Grivory HT" wurden zuvor aus Aluminium gefertigt - (Bild: Ems Grivory).
Die neuen Batterie-Schnellkupplungssysteme für E-Fahrzeuge aus EMS Hochleistungskunststoff "Grivory HT" wurden zuvor aus Aluminium gefertigt - (Bild: Ems Grivory).
Der Werkstoffhersteller Ems-Grivory stellt zur K 2025 Hochleistungskunststoffe vor, die in der Automobilindustrie zunehmend als Ersatz für metallische Bauteile verwendet werden. Ziel ist es, Gewicht, Kosten und Energieverbrauch zu reduzieren, ohne funktionale oder sicherheitsrelevante Einbußen in Kauf zu nehmen. Die Kunststoffe kommen in verschiedenen Fahrzeugbereichen zum Einsatz – unter anderem im Interieur, Exterieur sowie in Antriebs- und Fahrwerkskomponenten.

Laut Anbieter lassen sich durch den Ersatz von Metall durch Kunststoff bis zu 30 Prozent Gewicht und bis zu 50 Prozent Kosten einsparen. Die eingesetzten Werkstoffe sollen sich durch hohe mechanische Belastbarkeit, Korrosionsfreiheit und Crashsicherheit auszeichnen. Ihre Eigenschaften sollen dem Niveau von Metall entsprechen.

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Als ein Beispiel für den Einsatz wird ein neu entwickeltes Schnellkupplungssystem im Batteriekühlkreislauf von Elektrofahrzeugen genannt. Durch die Verwendung des flammgeschützten Kunststoffs „Grivory HT“ wird eine Aluminiumkomponente ersetzt. Die Lösung ermögliche eine leckagefreie Verbindung bei gleichzeitig reduzierter Masse (von 1,3 kg auf 0,8 kg) und soll zu einer Kostenreduktion von bis zu 60 Prozent führen. Die Konstruktion sei für automatisierte Batteriewechselsysteme ausgelegt.

Im Bereich Nutzfahrzeuge ersetzt „Grivory HT“ auch sicherheitskritische Bauteile wie ein ABS-Ventil, das zuvor aus Aluminium gefertigt wurde. Das Kunststoffbauteil soll die geforderte Lebensdauer von sieben Millionen Bremszyklen um mehr als das Siebenfache übertreffen und auch bei extremen Temperaturen (-40 °C bis +80 °C) formstabil bleiben. Es biete zudem hohe Maßhaltigkeit, Chemikalienbeständigkeit und ein metallähnliches mechanisches Verhalten – auch unter feuchten Bedingungen.

Die Umstellung auf Kunststoffspritzguss reduziert die Verarbeitungstemperatur im Vergleich zum Aluminiumdruckguss, was den Energiebedarf um 25 Prozent senken soll. Gleichzeitig entfallen aufwendige Nachbearbeitungsschritte. Dies soll zu einer Gewichtsreduktion von 20 Prozent und einer Kostensenkung von rund 30 Prozent führen. Die Integration zusätzlicher Funktionen in den Spritzgussprozess sowie eine prozesssichere Direktverschraubung erleichtern die Montage.

Neben den funktionalen Vorteilen bringt der Einsatz der Kunststoffe auch ökologische Verbesserungen mit sich. Der CO₂-Fußabdruck des Bauteils soll um rund 60 Prozent sinken. Darüber hinaus sei die Komponente vollständig rezyklierbar und nach den Prinzipien des „Design for Recycling“ entwickelt.

K 2025, 08.-15. Oktober 2025, Düsseldorf, Halle 6, Stand E61

Weitere Informationen: www.ems-group.com, www.emsgrivory.com

EMS-Chemie Holding AG, Herrliberg und Domat/Ems, Schweiz

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