| 31.07.2024, 15:25 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Röchling Precision Components SE & Co. KG (RPC) schließt ihr Werk im niederbayerischen Mainburg bis Ende 2024. Wie der Automobilzulieferer jetzt weiter mitteilte, sollen bestehende Projekte und Produktionsaufträge teilweise von den Standorten in Weidenberg und Pitesti, Rumänien, übernommen und fortgeführt werden. Mit diesem Schritt will sich der Hersteller von Präzisionskunststoffteilen für die Automobilindustrie langfristig wettbewerbsfähig aufstellen. Notwendig wurde das Maßnahmenpaket durch die veränderte Marktsituation. Diese habe sich in den vergangenen Jahren zum Nachteil europäischer Anbieter entwickelt. Rund 100 Beschäftigte am Standort betroffen Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Betriebsrat wurden bereits von der Geschäftsführung informiert. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Werksschließung betroffen. Die Geschäftsführung sei bestrebt, betriebsbedingte Kündigungen so weit wie möglich zu vermeiden. Automobilmarkt im Wandel Die Transformation zur Elektromobilität würde zu einer Stärkung außereuropäischer Anbieter führen. Dies würde sich nachhaltig auf das Niveau des hiesigen Automobilmarktes auswirken. Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie seien deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Darauf müsse auch Röchling Precision Components reagieren. Für den Standort Mainburg erwartet die Geschäftsführung in den kommenden Monaten und Jahren eine gravierende Unterauslastung und damit hohe Verluste. Die Entscheidung zur Schließung des Werkes sei daher gleichzeitig eine Entscheidung zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der gesamten RPC-Gruppe. Neue Produktstrategie RPC produziert in Mainburg seit de Jahr 1997 vor allem Kunststoff-Präzisionsteile im Spritzgussverfahren. Künftig will sich die Gruppe nicht mehr nur auf die Elektromobilität konzentrieren, sondern auch in andere Industriebereiche einsteigen. Damit soll die Abhängigkeit von der Automobilindustrie verringert werden. Auch neue Produktionstechnologien und die Optimierung der zu verarbeitenden Materialien sollen Teil der strategischen Neuausrichtung sein. Franz-Jürgen Seltenhofer, Managing Director RPC: „Wir haben bereits während der Corona-Pandemie mit vielen Maßnahmen auf die rückläufige Umsatzsituation reagiert. Leider war das nicht ausreichend, um die Produktionsrückgäne zu stoppen. Die Werkschießung in Mainburg ist als nächster Schritt unvermeidbar. Nur so können wir unsere Kapazitäten an die veränderte Marktlage anpassen und für die Röchling Precision Components-Gruppe eine gesunde wirtschaftliche Basis schaffen.“ Sabine Trautner, Director Human Resources RPC: “Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei RPC ist die Nachricht ein erheblicher Einschnitt. Ihnen kann ich versichern, dass wir gemeinsam individuelle Lösungen erarbeiten. Auch unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir auch weiterhin unseren Lieferverpflichtungen nachkommen.“ Weitere Informationen: www.roechling.com |
Röchling Precision Components SE, Weidenberg
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